Man nannte sie unerziehbar


vom 17. April bis zum 17. Mai 2015 in der Galerie im Rathaus Beutelsbach

Am 10. November 1938 überfielen SA-Männer und Zivilisten das Theodor-Rothschild-Haus in Esslingen. Von den Kindern und Erwachsenen, die damals deportiert und in Konzentrationslagern ermordet wurden, sind 61 Namen bekannt. Ich habe vor sechs Jahren mit der Fotografin Angelika Beck in Bildern und Tönen eine Auschwitzreise von elf Jugendlichen dokumentiert, die heute zum Teil im Theodor-Rotschild-Haus leben. Nachdem die Ausstellung der Bild- und Tondokumente vor fünf Jahren zum ersten Mal in der ehemaligen Synagoge der Stadt Esslingen gezeigt wurde, ist sie nun bis zum 17. Mai 2015 in Beutelsbach zu sehen und zu hören.

Man nannte sie unerziehbar

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Radio, Podcast & Co


erschienen im syntagma-verlag Freiburg: Mai 2014

Ein Handbuch für alle, die Radioprojekte neu an ihrer Schule etablieren möchten, Geräte anschaffen und dafür entsprechende Räume und Gelder anfordern wollen: Hier gibt's die guten Argumente dafür. Die Broschüre ist auch ein gutes Nachschlagewerk für diejenigen, die einzelne technische Fragen haben und zu Fächern oder Themen Projektideen und Anregungen suchen.

Radio, Podcast & Co

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Digitale Stadtrallyes


erschienen auf: www.soundnezz.de 13.01.2013

In dem am Institut für Medien in der Bildung angebotenen Kompaktseminar Digitale Stadtrallyes haben Lehramtsstudent_innen der Pädagogischen Hochschule Freiburg Edu-Caches erstellt, mit denen Lernprozesse initiiert, reflektiert und dokumentiert werden können. Edu-Caches sind für den Unterricht, aber auch für Projektwochen und Bildungsangebote außerhalb der Schule entwickelte Geocaches. Mit einem Edu-Cache lässt sich die Architektur einer Stadt, genauso wie das Leben eines Schriftstellers oder die Geschichte eines Ortes erkunden.

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Abriss des Südflügels befürchtet


erschienen in: Neues Deutschland. 09.01.2012

Sie haben die Niederlage noch nicht ganz überwunden. Der Sprecher des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21 sagt, der Widerstand stecke seit der Volksabstimmung in einer Krise. »Aber die heutige Veranstaltung ist ein Auftakt zum Weg aus dieser Krise. Das Aktionsbündnis macht weiter und bleibt zusammen«, verspricht Hannes Rockenbauch. Drei-, vielleicht viertausend Demonstranten sind es, die sich am Sonnabend auf dem Schlossplatz in der Stuttgarter Innenstadt versammelt haben. Kein Vergleich zu dem, was das Bündnis schon mobilisiert hatte: Knapp hunderttausend Menschen waren es auf der Kundgebung nach dem 30. September 2010, als die Polizei mit Wasserwerfern und Pfefferspray dafür sorgte, dass für den Bau des Tiefbahnhofs die ersten Bäume im Schlossgarten gefällt werden konnten.

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Agent Provocateur in Stuttgart?


erschienen in: Neues Deutschland. 25.06.2011

Als der Sprecher der Parkschützer Matthias von Hermann am Montagabend auf der besetzten Stuttgart 21-Baustelle eine erste Pressemitteilung in seinen Laptop tippt, schreibt er auf, was er sieht: »Die Versammlung auf dem Gelände verlief friedlich, es kam zu keinen Ausschreitungen.« Doch schon wenige Stunden nachdem die Mitteilung verschickt ist, widerspricht ihm die Polizei. Acht Polizisten hätten nach der Zündung eines Sprengkörpers ein Knalltrauma erlitten, ein weiterer sei durch Demonstranten schwer verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen versuchten Totschlags.

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Stromkonzern EnBW steht auf der Kippe


erschienen in: Neues Deutschland. 17.03.2011

Immer mehr Stromkunden kehren als Folge der Atomkatastrophe in Japan den großen Energiekonzernen den Rücken und wechseln zu Ökostromanbietern. Greenpeace Energy hat seither acht Mal so viele neue Kunden pro Tag, bei Lichtblick, Naturstrom und den Elektrizitätswerken Schönau sieht es ähnlich aus, meint Andree Böhling, Energie-Experte bei Greenpeace. Und auch die Aktienkurse der Energiekonzerne fallen. Besonders schlecht aufgestellt ist die Energie Baden-Württemberg AG (EnBW) – sie hängt am stärksten von der Atomenergie ab: »In 2010 wurde ein Unternehmensgewinn von 1,9 Milliarden Euro erwirtschaftet, davon mehr als eine Milliarde durch Stromerzeugung aus Atomkraft«, sagt Böhling.

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Demokratisierung der Demokratie


erschienen in: Neues Deutschland. 02.03.2011

Er hat zu kollektivem Schwarzfahren aufgerufen und zur Besetzung von Banken: Der Berliner Politologe Peter Grottian schreckt vor Zivilem Ungehorsam nicht zurück. Die 600 Menschen, die am vergangenen Sonntag ins Stuttgarter Gewerkschaftshaus gekommen sind, offenbar auch nicht. »Dieser erste Demokratiekongress in Stuttgart ist ein Anfang für eine wirkliche Demokratiebewegung von unten«, erklärt Grottian und wird lautstark beklatscht.

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Drinnen bleiben


erschienen in: 11 Freunde Online. 29.10.2010

Egal was, egal wo. Auch neulich im Zug wieder. Da guck ich mich um. Nur so'n bisschen, und schon liegt das Heft in meiner Hand, mobil, und vorne drauf: Buchpremiere: "Sie da oben, er da unten." Bahnhof, denke ich. Ist doch klar. Aber nichts da, alles ganz privat: Cordula Stratmann erzählt, wie ein Mann seine Frau umbringt. Und darüber soll ich lachen. Die tote Frau hat nämlich nach ihrem Tod jede Menge Spaß im Himmel, also gleich nachdem sie als Leiche die Rechtsmedizin besucht hat, wo der Gerichtsmediziner Dr. Marzahn ihr über die stacheligen Schienbeine streicht und erklärt: "Starken Haarwuchs hatte unser Mädchen hier." So ein Satz macht die Frau, die alles mitkriegt, obwohl sie tot ist und Sabine heißt, natürlich furchtbar wütend. Aber Dr. Marzahn die Meinung sagen, das kann sie nicht.

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Oben bleiben


erschienen in: Junge Welt. 16.10.2010

Die ganze Republik fragt sich inzwischen, was die eigentlich wollen, diese Schwaben. Seit Monaten geht das nun schon so. Erst besetzen sie den Nordflügel des Bahnhofs. Studenten, Lehrer, Architekten und ein Stadtrat sind dabei. Dann steigen Robin-Wood-Aktivsten und Parkschützer aufs Bahnhofsdach und blockieren den Abrissbagger, der sich in das denkmalgeschützte Mauerwerk frisst. Landwirte versperren mit ihren Traktoren Baufahrzeugen die Zufahrt. Immer mehr Menschen blockieren immer mehr Straßen und ziehen in den Schlossgarten, um unter den Jahrhunderte alten Bäumen zu übernachten, die für Stuttgart 21 geopfert werden sollen.

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